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E-Klausur in Kunstgeschichte: Volles Haus im RZ

20.02.2013 10:25

Während des IDA-Projektes haben wir uns immer wieder die Frage gestellt, mit wie vielen Teilnehmer/innen wir in den Räumen des Rechenzentrums wohl eine E-Klausur schreiben können. Seit Mittwoch, den 13.02.13, wissen wir: mit ziemlich vielen!

e-klausurFür den Aschermittwoch war ein etwas waghalsiges Projekt im Rechenzentrum geplant. Etwa 150 Studierende sollten eine E-Klausur bei Frau Prof. Schreurs-Morét in der Kunstgeschichte schreiben. In den PC-Pools des RZ haben allerdings nur etwa 70 Personen Platz um (rechtlich) sicher eine Klausur schreiben zu können. Also haben wir den Raum 112 im ersten Stock zusätzlich mit Laptops ausgestattet, wodurch sich die Zahl der Plätze auf etwa 84 erhöhte. Zudem mussten wir auf ein bei E-Klausuren übliches Mittel zurückgreifen und in zwei „Kohorten“ schreiben lassen. Das bedeutet, dass jeweils etwa 75 Studierende nacheinander die gleiche Klausur schreiben sollten, ohne sich zwischendurch absprechen zu können.

Klausur in zwei Kohorten

In der Theorie ist das kein Problem: Die erste Gruppe schreibt die Klausur, während die zweite Gruppe mit ausgeschalteten Mobiltelefonen in einem anderen Raum gesammelt wartet. Ist die erste Gruppe mit ihrer Klausur fertig, werden die PCs in den Räumen zurückgesetzt und die zweite Gruppe beginnt. Und in der Praxis? Da hat es genau so funktioniert. Während die erste Gruppe im RZ in den unterschiedlichen Räumen geschrieben hat, traf sich die zweite Gruppe im Hörsaal des Instituts für Biochemie gegenüber dem RZ. Als die erste Gruppe ihre Klausur beendet hatte, wurde sie gesammelt aus dem RZ entlassen und anschließend die zweite Gruppen ebenso gesammelt ins RZ geführt und auf die Klausurräume verteilt. Wer gut gelernt hatte, war in der ersten Gruppe allerdings leicht "benachteiligt": denn die „Frühabgeber“ mussten geduldig warten, bis alle die Klausur beendet hatten.

Kunstgeschichte prädestiniert für E-Klausuren

Inhaltlich ist eine Kunstgeschichte-Klausur natürlich prädestiniert, sie elektronisch durchzuführen. Vor allem der Einsatz von qualitativ hochwertigen Bildern ist bei einer Papierklausur doch eher eingeschränkt und Fragen wie „Ordnen Sie die Bilder chronologisch!“ sind bei einer elektronischen Klausur einfach besser umsetzbar. Bei den Fragetypen haben Frau Prof. Schreurs-Morét und ihre beiden Tutorinnen fast alles eingesetzt, was die Prüfungsplattform zu bieten hatte. Lückentext, Zuordnungsfragen, Anordnungsfragen wie auch klassisches Multiple-/Single-Choice kamen zum Einsatz.

Und nun?

Insgesamt ist die Klausur sehr gut verlaufen. Aber so gut es auch geklappt hat und so angetan alle Beteiligten (sogar ein großer Teil der Studierenden) von Ablauf und Ergebnis der Klausur waren, muss jetzt im Nachgang überlegt werden, ob die Vorteile der E-Klausur gegenüber einer Papierklausur den organisatorischen Mehraufwand rechtfertigen. Ein Traum wäre ein E-Prüfungscenter, in dem 100-150 Studierende in einem Rutsch geprüft werden können. Oder man könnte auf die Lösung der Firma IQuL zurückgreifen, die bei Bedarf das Audimax mit Laptops und W-LAN ausstattet, was im Zuge des IDA-Projektes „Chancen und Herausforderungen von E-Klausuren testen“ ebenfalls getestet wird.

 

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